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Buchtipps

Die Flörsheimer Stadtbücherei wartet mit einem neuen Angebot für alle Literaturbegeisterten auf: Ab sofort gibt es Buchtipps mit Neuerscheinungen und Bewährtem für jeden Geschmack auf der Homepage der Stadtbücherei. Vom spannenden Krimi über den anspruchsvollen Roman bis zur Unterhaltungsliteratur bietet die Titelliste eine gelungene Mischung. Die Bücher können über den Online-Katalog Findus, unter Telefon 06145 2025 oder per E-Mail an stadtbuecherei@floersheim-main.de reserviert werden.

Die Rebellin – von Thérèse Lambert

die rebellin
die rebellin

Die faszinierende, intellektuell brillante Lou gilt als eine der klügsten Frauen ihrer Zeit und zieht Männer wie Paul Rée und Nietzsche in ihren Bann. Doch als Liebende behält sie stets ihr Herz für sich – bis sie dem jungen Rilke begegnet und mit ihm eine leidenschaftliche Amour fou erlebt. Lou traut sich etwas und auch wieder nicht. Die Ménage à trois mit einem Ehemann, dem sie ihre erotische Zuneigung versagt, und einem jungen Geliebten wäre selbst heute keine Selbstverständlichkeit, andererseits auch nicht die Versorgung des Ehemanns einschließlich Kochen, Waschen, Holz hacken und Brötchenerwerb. Der deutlich jüngere Rilke verdankt Lou seine künstlerische Entwicklung, doch wird der sensible und unselbstständige Rilke für Lou immer mehr zur Belastung für ihr eigenes Fortkommen, so dass sie schließlich die schmerzhafte Trennung vollzieht. Trotzdem hat Rilke von ihr das Rüstzeug erhalten, das ihn zu dem Dichter gemacht hat, den wir kennen.

Hinter Thérèse Lambert verbirgt sich die Autorin Ursula Hahnenberg, die in München aufgewachsen ist und mit ihrer Familie in Berlin lebt. Als Schwester von vier Brüdern und spätere Studentin der Forstwissenschaft hat sie früh gelernt, unter Männern ihre Frau zu stehen. Nicht zuletzt deshalb gilt auch beim Schreiben ihre besondere Leidenschaft starken Frauen wie Lou Andreas-Salomé.

Der Defekt von Leona Stahlmann

Der Defekt von Leona Stahlmann
Der Defekt von Leona Stahlmann

In dem Sommer, in dem Mina dem achtzehnjährigen Vetko näherkommt, verändert sich für sie alles: Sie merkt, dass sie anders ist als der Rest des Dorfes. Was sich anfühlt wie ein Defekt, ein Fehler im System, wird für Mina bald der Punkt, um den sich ihr Leben dreht. Während Vetko und sie eine Verbindung zwischen Lust und Schmerz herstellen und Vetkos Forderungen immer existenzieller werden, sieht sie sich zusehends vor die Entscheidung gestellt, wie weit sie noch gehen soll. Duldet der Weg, den sie eingeschlagen hat, überhaupt einen Kompromiss? Leona Stahlmann erzählt in außergewöhnlicher, sinnlicher Sprache vom Aufwachsen mit einer von der Norm abweichenden Sexualität und von den Rissen in unseren Begriffen von Heimat und Identität. Sie erzählt von Mensch und Natur und von der Wucht, wenn sie in ihrer Rohheit aufeinandertreffen.

Leona Stahlmann, geboren 1988, lebt in Hamburg und arbeitet als Autorin, Journalistin und Veranstalterin. 2017 gewann sie den Hamburger Förderpreis für Literatur, 2018 war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt des Literaturforums im Brecht-Haus in Berlin und gewann den ersten Wortmeldungen-Förderpreis. »Der Defekt« ist ihr Debütroman.

Leona Stahlmann schreibt einfühlsam und authentisch von der herausfordernden Suche nach der eigenen Identität, ein Buch, das mitnimmt zu einer Grenzüberschreitung.

Gestapelte Frauen von Patrícia Melo

Gestapelte Frauen von Patrícia Melo
Gestapelte Frauen von Patrícia Melo

Nur eine Ohrfeige – das ist es, was die junge Anwältin, die diese Geschichte erzählt zu neuen Ufern aufbrechen lässt. Nur eine Ohrfeige? Ohrfeige ja, aber „nur“? Es ist nicht nur eine Ohrfeige, es ist eine Ohrfeige. Sie will weg. Weit weg. So weit weg wie nur irgendwie möglich. Diese Anwältin, die vor der Ohrfeige von Amir geflüchtet ist nimmt als Prozessbeobachterin an den Gerichtsverhandlungen teil. Sie recherchiert zur Gewalt an Frauen für ein Forschungsprojekt ihrer Kanzlei. Doch schon bald wird sie zum Objekt ihrer eigenen Forschung… Die junge Anwältin taucht immer tiefer in die Geschichten der Opfer ein, die ihren Peinigern, ihren Mördern wenig bis gar nichts entgegenzusetzen hatten. Immer weiter zieht es sie in den Sumpf der Hoffnungslosigkeit. Sogar soweit, dass sie den Seelen der Verstorbenen näherkommt als so mancher Ermittler. In diesem Zustand zwischen den Welten geht sie weiter und weiter. Bis sie selbst ins Geschehen eingreift. Zwischen den fiktiven Kapiteln streut Patrícia Melo originale Meldungen über Morde an Frauen ein. In kurzen knappen Sätzen wird die Abscheulichkeit der Morde schnörkellos dargestellt.

Patrícia Melo (*1962 in São Paulo) zählt zu den wichtigsten Stimmen der brasilianischen Gegenwartsliteratur.

Der Honigbus von Meredith May

Der Honigbus von Meredith May
Der Honigbus von Meredith May

Ein rostiger alter Bus im Garten des Großvaters und seine Bienen werden für Meredith ihr einziger Halt. Denn sie ist erst fünf, als sie von ihren Eltern nach deren Trennung vollkommen sich selbst überlassen wird.
Der Großvater nimmt sie mit in die faszinierende Welt der Bienen – und rettet ihr so das Leben. Die Bienen werden Meredith zur Ersatzfamilie: Wenn sie sich verlassen fühlt, zeigen sie ihr, wie man zusammenhält und füreinander sorgt. Wenn sie über ihre depressive Mutter verzweifelt, bewundert sie die Bienen dafür, ihre Königin einfach austauschen zu können. Die Bienen lehren Meredith, anderen zu vertrauen, mutig zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Autorin dieses Buches verarbeitet in diesem Buch ihre eigene schwierige Kindheit und erzählt von den Lektionen des Lebens, die ihr die Bienen im Leben erteilten. Sehr empathisch erzählt die Autorin über ihr Leben und nebenbei erfährt man auch noch ganz viel über Bienen.

Meredith May ist in fünfter Generation Imkerin und eine preisgekrönte Autorin und Journalistin.

Die Bücherfrauen von Romalyn Tilgman

Die Bücherfrauen von Romalyn Tilgman
Die Bücherfrauen von Romalyn Tilgman

Ins staubige Kansas führt diese wundervolle Liebeserklärung an Bücher und Bibliotheken. Ein Tornado hat dort eine gesamte Kleinstadt zerstört, lediglich die Fassade der Bibliothek konnte dem Tornado trotzen. Soll die Bibliothek wirklich wieder aufgebaut werden? Sind Bibliotheken in Zeiten der Digitalisierung überhaupt noch angesagt? Schlucken sie nicht nur Geld, ohne dass es dabei einen messbaren Nutzen gäbe? Angelina, die zur selben Zeit in die Gegend kommt, gerät schnell in einen Kreis von Frauen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen. Eine Gemeinschaft von Kämpferinnen zeigt dem Rest der Welt warum ein Kulturzentrum mit Bibliothek wichtig ist, selbst im staubigen Kansas. Wäre da nicht die leidige Frage der Finanzierung eines solchen Projektes. Aber da kann unverhofft die vor Jahrzehnten verstorbene Großmutter helfen . . .

Romalyn Tilghman hat ihr ganzes Leben in der Kulturförderung gearbeitet. Nach ihrem Universitätsabschluss in Journalismus leitete sie eine Vereinigung für Kulturförderung in Kansas.

Siegerin – von Yishai Sarid

Siegerin von Yishai Sarid
Siegerin von Yishai Sarid

Schon als kleines Mädchen war Abigail nicht nur zielstrebig, sondern intellektuell ihren Altersgenossen weit voraus. Als Tochter eines der renommiertesten Psychologen des Landes, zu dem sie stets bewundern aufgeschaut hat, führt ihr Weg sie unweigerlich in dieselbe Richtung. Anders jedoch als der Vater, der geplagte Seelen therapiert, findet Abigail ihre berufliche Heimat bei der israelischen Armee und berät dort die Befehlshaber, wie sie ihre Untergebenen am besten motivieren können, wie sie erkennen, wer den Biss hat, alles für sein Land zu geben, und wer mental stark genug ist, die anspruchsvollsten Aufgaben im Nahkampf zu erfüllen. Ihr Vater hat für diese militärische Nutzung seiner Profession nur Verachtung übrig, doch Abigail geht ganz in ihrer Arbeit auf. Bis ihr Sohn Schauli einberufen wird und sie plötzlich die Armee auch aus dem Blick einer Mutter betrachten muss.

Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem und an der Harvard University und arbeitete später als Staatsanwalt. Heute ist er als Rechtsanwalt tätig und veröffentlicht Artikel in diversen Zeitungen.

Der Brand – von Daniela Krien

Der Brand von Daniela Krien
Der Brand von Daniela Krien

Peter und Rahel sind seit 30 Jahren verheiratet, haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder. Ihre Ehe ist in die Jahre gekommen und versinkt immer mehr in Gleichgültigkeit. Ein gemeinsamer Urlaub, soll die Frage klären, ob es für Sie eine Zukunft gibt.
Das gebuchte Ferienhaus ist kurz vor Reisestart abgebrannt und so kommt die Frage ihrer Tante, ob sie sich für drei Wochen um ihren Gutshof in der Uckermark kümmern würden, damit sie ihren Mann zu einer Rehakur begleiten kann, gerade zur rechten Zeit. Dort angekommen,  brechen viele alte Konflikte auf, sei es Rahels Rolle als Mutter, die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter, die ungeklärte Frage wer ihr Vater ist oder natürlich die Beziehung zu ihrem Mann. Die Geschichte ist brandaktuell eingebettet in Zeiten der Pandemie.

Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihr letzter Roman „Liebe im Ernstfall“ stand monatelang auf der Bestsellerliste.

Die Frauen vom Jungfernstieg von Lena Johannson

Die Frauen vom Jungfernstieg von Lena Johannson
Die Frauen vom Jungfernstieg von Lena Johannson

In dem Roman, der sich um die berühmteste Creme der Welt dreht, wird nach wahren Begebenheiten das Schicksal dreier mutiger Frauen erzählt. Gerda hat einen Narren an Oscar Troplowitz gefressen, denn der erfolgreiche Apotheker imponiert ihr mit seinen kühnen Ideen und seinem Eifer, auch diese in die Tat umzusetzen. Doch nicht überall stoßen seine Neuerungen auf Begeisterung und schon gar nicht im hanseatisch-kühlen Hamburg, als er sich in das Labor von Paul Beiersdorf einkauft. Die Tatsache, dass Oscar Jude ist, wird gerne dazu genutzt, um Schlechtwetter gegen ihn zu machen und über ihn herzuziehen. Dass kann sich Gerda nicht mehr länger mit anschauen und beginnt, zur Ehrenrettung ihres Mannes Kunstabende zu organisieren. Aber ist es mit diesen gesellschaftlichen Veranstaltungen wirklich getan, um das Ansehen von Oscar zu retten? Nebenbei wird ganz eindrucksvoll das Vorgehen gegen die Seuche Cholera geschildert, wo es doch überraschende Parallelen zur Corona-Pandemie gibt.

Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Sie lebt als freie Autorin an der Ostsee.

Sie wäre jetzt 17 von Nika Lubitsch

Sie wäre jetzt 17 von Nika Lubitsch
Sie wäre jetzt 17 von Nika Lubitsch

Michaela ist geschieden, hat eine Tochter Sarah, lernt den Amerikaner Matthew und seine Tochter Leah kennen. Michaela und der Amerikaner heiraten nach 3 Monaten. Ab da nimmt das Drama langsam seinen Lauf.

Die Geschichte ist rückblickend erzählt. Michaela ist in psychiatrischer Behandlung in einer Klinik am Chiemsee. Ihr erster Mann Chris besucht sie dort. Beide arbeiten das Trauma auf. Ergänzt werden ihre Erinnerungen durch Tagebucheinträge ihrer Tochter Sarah. Die Spannung baut sich langsam aber sicher auf, bis man dann endlich erfährt, worum es hier tatsächlich geht. Puzzleteil um Puzzleteil fügt sich zusammen. Nicht alles ist immer gleich so passgenau, wie man zunächst denkt. Die Autorin hält mit Wendungen bis zum Schluss die Spannung aufrecht.

Der Name Nika Lubitsch steht für Spannung und Thrill. Die Berlinerin wollte seit frühester Jugend Menschen in aller Welt für ein paar Stunden mit guten Geschichten fesseln. Bevor sie die Bestsellerlisten stürmte, hatte sie viele interessante Berufe, u.a. war sie Theaterdirektorin, Künstleragentin, Journalistin und PR-Leiterin in einem Musikverlag.