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Buchtipps

Die Flörsheimer Stadtbücherei hat für alle Literaturbegeisterten Buchtipps mit Neuerscheinungen und Bewährtem für jeden Geschmack im Angebot. Vom spannenden Krimi über den anspruchsvollen Roman bis zur Unterhaltungsliteratur bietet die Titelliste eine gelungene Mischung. Die Bücher können über den Online-Katalog Findus, unter Telefon 06145 2025 oder per E-Mail an stadtbuecherei@floersheim-main.de reserviert werden.


Neuheiten von der Buchmesse

Maren Gottschalk: Fräulein Steiff

1847 erblickt Margarete Steiff im schwäbischen Giengen das Licht der Welt. In jungen Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung und kann ab sofort nie wieder laufen.

Fräulein Steiff
Fräulein Steiff


Die Mutter hat stets viel zu tun mit dem Haushalt, mit der Buchhaltung für ihren Mann und mit ihren vier gemeinsamen Kindern. Vor allem mit der Drittgeborenen. Sie macht sich große Sorgen, was soll nur aus ihrer Tochter werden? Was, wenn sie sie später nicht mehr wird tragen können? Sicherlich wird „das Gretle“ aufgrund ihrer Lähmung keinen Ehemann finden, wird nicht arbeiten können und muss von der Familie ein Leben lang durchgefüttert werden!
Die ärztlichen Behandlungen kosten viel Geld, nichts scheint anzuschlagen.
Und trotzdem verlässt Margarete selbst nicht der Mut. Sie ist lebenslustig, selbstbewusst und bei Gleichaltrigen beliebt. Sie kann so schön erzählen und Zither spielen. Margarete beklagt sich nie darüber, dass sie nicht laufen kann, möchte aber überall dab ei sein und stört sich nicht daran, auf die Hilfe anderer Leute angewiesen zu sein.

Und tatsächlich schneidert, näht und verkauft Margarete ein paar Jahre später Filzwaren, wie Unterröcke oder Sofakissen. Ihr Geschäft läuft gut.
Aus einer Idee heraus, näht sie als Geschenk für ihre Schwägerin, ein Nadelkissen in Elefanten-Form. Doch als sie bemerkt, mit welcher Freude und Hingabe ihr kleiner Neffe Paul damit spielt, muss sie erkennen, dass noch viel mehr Potenzial in dem „Elefäntle“ steckt und, dass Kinder diese kleinen Tierchen regelrecht zum Leben erwecken können…Damit ist der weltberühmte Teddy geboren worden.


Elke Heidenreich: Ihr glücklichen Augen

Elke Heidenreich ist in ihrem Leben sehr viel gereist: von Florenz nach China, von Berlin nach Amerika, und überall hat sie sich umgesehen. Nirgendwo jedoch ist sie ausgetretenen Pfaden gefolgt, nirgendwo hat sie nur das gefunden, was in den Reiseführer

Ihr glücklichen Augen
Ihr glücklichen Augen

n steht. Nein, sie hat sich ihre eigenen Wege gesucht, hat Entdeckungen gemacht, die nur sie machen konnte, hat vor allem diejenigen Orte geliebt, die ihr etwas ganz Eigenes, Neues schenken konnten: eine besondere Straße, ein besonderes Essen, und einmal vermasselt ein Hund einfach eine Stadt wie Florenz. Und überall spürt sie die gleiche unstillbare Neugier auf die Menschen in den fremden Ländern und Städten. Eine wunderbare Entdeckungsreise!

Die Reisen mit Elke Heidenreich waren das perfekte Vergnügen .Sie erzählt sehr offen und sehr persönlich von ihren Erlebnissen in den diversen Orten, dabei auch sehr unterhaltsam..
Außerdem bekam man – wie nebenbei – die unterschiedlichsten Informationen, so dass man auch noch so einiges gelernt hat.

Mariana Leky: Kummer aller Art

„Kummer Aller Art“ ist eine Sammlung von Texten, die Mariana Leky ursprünglich als Kolumnen in der Zeitschrift „Psychologie heute“ veröffentlicht hat.

Kummer Aller Art
Kummer Aller Art


Die Texte sind aus der Ich-Perspektive geschrieben und erzählen von Begegnungen mit anderen Menschen und von alltäglichen Problemen, Sorgen, Ängsten oder Gedanken, mit denen man sich als Leser mal mehr, mal weniger identifizieren kann.
Von Schlafstörungen, über den ärztlichen Rat zur Entspannung, die man einfach nicht finden kann, weil man sich den „Stress macht“ sich „entspannen zu müssen“ und Zwängen, den Herd zu kontrollieren, bevor man das Haus verlässt. Jede Geschichte widmet sich einem anderen „Problem“ und gibt oft auch eine „(Auf)Lösung“ oder eine kleine Weisheit mit. Und es zieht sich auch ein roter Faden durch die Geschichten, denn manche Personen kommen öfter vor und es sind Entwicklungen sichtbar.

Wer schon mal ein Buch von Mariana Leky gelesen hat, weiß um ihren zauberhaften Schreibstil; die Autorin hat die Gabe, „schwere Themen“ in einen liebevollen Humor zu betten, mit einem Augenzwinkern zu betrachten und dennoch respektvoll zu behandeln.

Fatma Aydemir: Dschinns

Dreißig Jahre hat Hüseyin in Deutschland gearbeitet, nun erfüllt er sich endlich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Nur um am Tag des Einzugs an einem Herzinfarkt zu sterben. Zur Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach. Fatma Aydemirs

Dschinns
Dschinns

großer Gesellschaftsroman erzählt von sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt sind. Alle haben sie ihr eigenes Gepäck dabei: Geheimnisse, Wünsche, Wunden. Was sie jedoch vereint: das Gefühl, dass sie in Hüseyins Wohnung jemand beobachtet. Voller Wucht und Schönheit fragt „Dschinns“ nach dem Gebilde Familie Ein großartiges Buch voller Emotionen und trotzdem viel Feingefühl. Die Personen der türkisch/kurdischen Familie werden so intensiv gezeichnet, dass sich ein tiefer Einblick in die verschiedenen Seelen und Charaktere ergibt. Zerrissen zwischen alter Heimat und dem Land der Emigration (Deutschland) aber auch der modernen Gesellschaft und den gelernten Traditionen und deren Wertvorstellungen. Ein wertvoller Gesellschaftsroman welcher auch ein vertieftes Verständnis für die deutsch/türkischen Mitbürger in Europa erzeugt. Zu Recht steht das Buch auf der Shortlist des Buchpreises.

Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter

„Lügen über meine Mutter“ ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der

Lügen über meine Mutter
Lügen über meine Mutter

soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist eine Befragung des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Und was sagt uns das alles über den größeren Zusammenhang: die Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht? An vielen Stellen ist man fassungslos, wie sich die Mutter diese Tyrannei durch den Vater gefallen lassen konnte, aber am Ende geht sie als Stärkere hervor, der Vater ist die komisch-tragische Figur, die trotz körperlicher Vollkommenheit, eine tiefe Unzufriedenheit in sich trägt. Auch das Leben auf dem Dorf und der Dialekt werden sehr authentisch dargestellt.

Auch dieses großartige Buch ist nominiert für den Buchpreis und steht auf der Shortlist.

Amelie Fried: Traumfrau mit Ersatzteilen

Der Rest des Lebens wird ein Fest – das ist ein ziemlich guter hoffnungsvoller Schlusssatz eines 416 Seiten langen Romans. Denn so ist das Leben. Manchmal erkennt man erst spät, was gut ist und guttut und verspricht, es in Zukunft besser zu machen. Amelie Fried kennt

Traumfrau mit Ersatzteilen
Traumfrau mit Ersatzteilen

das Leben. Sie ist ja schließlich auch über 60. Cora Schiller wird 60. Sie, die erfolgreiche Paartherapeutin hat eigentlich alles was sie sich wünschen kann. Nun fragt sie sich, was da auf ihrer Bucketlist steht. Eigentlich wünscht sie sich ja nur, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch das Leben ist kein Wunschkonzert und sie keine Frau für halbe Sachen. Sie fühlt sich nicht mehr als Frau wahrgenommen. Und sie stellt sich immer mal wieder die Frage: Bin ich nun alt? Der gesellschaftliche Umgang mit dem Älterwerden, die absurden Erwartungen auf der einen und die Verleugnung auf der anderen Seite nimmt Amelie Fried mit liebevoller Ironie aufs Korn und schickt ihre Traumfrau durch eine Achterbahn der Gefühle. Am Ende schafft Cora es, sich mit dem Unabänderlichen zu versöhnen und stellt fest: Auch jenseits der Sechzig gibt es noch eine Menge Leben! Für Frauen um die 60 eine unbedingte Leseempfehlung.

Andreas Winkelmann: Das Letzte, was du hörst

Im Mittelpunkt des Thrillers steht der Podcast "Hörgefühlt" von Marc Maria Hagen. Speziell Frauen scheinen sehr auf Hagens Stimme und seine esoterischen Lebensweisheiten abzufahren. Doch dann stirbt die erste Hörerin, und das ist erst der Anfang. Nachdem mehrere

Das letzte was du hörst
Das letzte was du hörst

Morde geschehen, wobei die weiblichen Opfer zum Schluss den Podcast von Marc Maria Hagen gehört haben, gerät dieser ins Fadenkreuz der Polizei. Wer ist dieser Mann, den keiner kennt, außer seiner Stimme? Der Ausgangspunkt der Taten liegt weit zurück und wirft das Licht auf eine verwirrende Familiengeschichte. Die zu entwirren, bringt am Ende noch einmal ordentlich Spannung ins Geschehen, und wie es sich für einen guten Thriller gehört, ist alles anders als erwartet. Parallel dazu erfährt man in Rückblenden persönliche Gedanken eines Kindes und eines Mörders, die sich anfangs nur schwer ins Bild einfügen. Wie hängen diese beiden Handlungsstränge zusammen?

Marta Orriols: Der Moment zwischen den Zeiten

Die katalanische Autorin Marta Orriols spricht in ihrem Roman "Der Moment zwischen den Zeiten" das Thema Trauer und Verlust an. Ein Thema, mit dem sich jeder Mensch früher oder später auseinandersetzen muss.

Die Momente zwischen den Zeiten
Die Momente zwischen den Zeiten


Paula Cid ist Ärztin auf der Frühgeburtenstation in einem Krankenhaus in Barcelona. Ihr Lebensgefährte Mauro eröffnet ihr eines Tages beim gemeinsamen Restaurantbesuch, dass er eine andere Frau kennen- und lieben gelernt hat. Er möchte die Trennung. Nur wenige Stunden später ist er tot. Ein Unfall. Paula steht mit ihrer Wut und Trauer alleine da. Jeder geht anders mit Trauer um. Bei Paula kommt noch der Schmerz des Verrats ihrer gemeinsamen Liebe hinzu. Mauro hätte sie sowieso verlassen, aber nun ist es endgültig, denn er ist tot.
Nach dem frühen Tod der Mutter wurde Paula vom Vater großgezogen. Es fehlte oftmals an körperlichen Zuwendung. Sie hat mit dem Tod der Mutter bis heute nicht richtig abgeschlossen und nun verlässt sie auch noch ihre große Liebe und das gleich zweimal: einmal für eine andere Frau und kurz darauf für immer durch seinen Tod. Freunde und Kollegen bemühen sich sehr. Doch Paula stößt sie alle von sich, denn sie kann nicht mit den Menschen über den Verrat von Mauro sprechen. Jeder spricht sie nur auf den Tod an und wie sehr sich die Beiden geliebt haben. Doch Mauro hat sie schon vorher verlassen. Sie bemerkt sehr schnell, dass ihre gemeinsamen Freunde sich aufteilen.

Ursula Poznanski: Stille blutet

Wenige Worte machen die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just über Nacht berühmt: Vor laufender Kamera kündigt

Stille blutet
Stille blutet

sie ihre Ermordung an – zwei Stunden später ist sie tot! Ebenso ergeht es dem Blogger Gunther Marzik nach einer ganz ähnlich lautenden Ankündigung. Während die österreichische Medienwelt kopfsteht, kursiert der Hashtag #inkürzetot, Nachahmer-Beiträge fluten das Netz. Wie soll die junge Ermittlerin Fina Plank im fünfköpfigen Team der Wiener »Mordgruppe« zwischen einer echten Spur, einem schlechten Scherz oder schlichtem Fake unterscheiden? Schließlich rückt Nadines Ex-Freund Tibor Glaser ins Zentrum von Finas Ermittlungen, ein aalglatter Werbefachmann und Weiberheld, der verzweifelt seine Unschuld beteuert.



Während sich die Schlinge um Tibors Hals langsam zuzieht, beobachtet von allen unbemerkt ein weiterer Spieler mit Interesse das Geschehen – und bereitet einen raffinierten Schachzug vor …

Ursula Poznanski sorgt in ihrem neuesten Thriller mit der bizarren Mordserie für Gänsehaut

Buchtipps für Kinder (Neue Tipps in Kürze)