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Kleine Umgehung Weilbach

Im August 2018 hat der Magistrat der Stadt Flörsheim am Main die Satzung für den Bebauungsplan 1. Teilabschnitt Kleine Umgehung Weilbach beschlossen. In ihrer Sitzung am 13. September kann nun die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung durch einen entsprechenden Beschluss das Baurecht für den ersten Bauabschnitt der Ortsumgehung Weilbach zwischen der L3265 (Frankfurter Straße) und der L3366 (Raunheimer Straße) schaffen.

„Auf dem Weg zur Verwirklichung der Idee einer Ortsumfahrung von Weilbach und der deutlichen Verkehrsentlastung des Stadtteils ist dies nach einer bald sechzigjährigen Planungsgeschichte ein wichtiger Meilenstein“, kommentiert Bürgermeister Michael Antenbrink den Beschluss des Magistrates.

Bereits mit ersten Verkehrsuntersuchungen des Landes Hessen aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Notwendigkeit einer Entlastung von Ortsdurchfahrten der B519 dokumentiert. Schon am Ende der achtziger Jahre stand die Linienführung der B519, wie sie nun im ersten Bauabschnitt verwirklicht werden soll, weitgehend fest. Im Planfeststellungsverfahren aus dem Jahre 2006 der hessischen Straßenbauverwaltung war dieser Bauabschnitt aber noch Bestandteil einer großen Lösung, die mit einer nördlichen Umgehung von Flörsheim und einer Nordost-Umgehung von Weilbach die Flörsheimer Kernstadt, Wicker und Weilbach von Verkehr entlasten sollte. Diese Lösung ist aber von der Flörsheimer Bevölkerung in den zwei Bürgerentscheiden der Jahre 2007 und 2011 verworfen worden.

Daraufhin beschloss die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2011 einstimmig, eine kleine Lösung als die sogenannte „kleine Umgehung Weilbach“ in Form einer städtischen Straße zur Entlastung der Rüsselsheimer Straße, Frankfurter Straße, Raunheimer Straße und Hofheimer Straße in eigener Verantwortung über ein Bebauungsplanverfahren zu verwirklichen.

Mit der Aufnahme der Ortsumgehung B519 Flörsheim-Weilbach im Dezember 2016 in den Bundesverkehrswegeplan 2030 als Maßnahme des vordringlichen Bedarfs und der offiziellen Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für eine große Lösung durch das Regierungspräsidium Darmstadt war der Weg endgültig frei zur wirksamen Verkehrsentlastung der Ortsdurchfahrtsstraßen von Weilbach.

Bis zum Baubeginn für die Ortsumgehung Flörsheim-Weilbach wird aber noch einige Zeit verstreichen. Mit der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 und der damit verbundenen Übernahme der Baukosten von derzeit geschätzten 18,5 Millionen Euro hat der Bundesverkehrsminister aber die Auflage verbunden, dass die Maßnahme nur als Ganzes verwirklicht werden darf. Es muss also auch noch für den zweiten Abschnitt der insgesamt  rund 3,4 Kilometer langen Ortsumgehung Baurecht geschaffen werden.

„Mit dem 1,6 Kilometer langen ersten Bauabschnitt ist das Baurecht für das technisch anspruchsvollste Teilstück in trockenen Tüchern. So bin ich optimistisch, dass das Ziel, für den zweiten Bauabschnitt bis zum Jahr 2021 Baurecht zu schaffen und in 2023 mit dem Bau zu beginnen, tatsächlich zu erreichen ist“, zeigt sich Bürgermeister Antenbrink im Hinblick auf den Fortgang des Projektes optimistisch.

Die Landesstraßenbauverwaltung Hessen Mobil beziehungsweise die in Zukunft für Bundesstraßen zuständige Bundesinfrastrukturgesellschaft kümmert sich schließlich um die Bauausführung der Umgehungsstraße, auf der im Jahr 2030 täglich 15.600 Fahrzeuge fahren sollen. Derzeit werden die bis Anfang 2019 währenden faunistischen Untersuchungen für den zweiten Bauabschnitt vorgenommen. Bis zur Erlangung des Baurechts will die Stadt Flörsheim am Main dann auch sämtliche für den Bau benötigten Grundstücke erworben haben.


Plan der Kleinen Umgehung Weilbach
Plan der Kleinen Umgehung Weilbach

Plan der Kleinen Umgehung Weilbach als PDF.