Weilbach

Weilbach ist der nördlichste Stadtteil von Flörsheim am Main. Der Ort liegt verkehrsgünstig und verfügt über einen eigenen Anschluss an die Autobahn A 66, was ihm aber auch einiges Verkehrsaufkommen, insbesondere im Berufsverkehr, beschert.


Haus am Weilbach
Zum bloßen Hindurchfahren ist Weilbach indes zu schade, ein Aufenthalt lohnt sich allemal. Sehenswert sind der Ortskern mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern und dem Weilbacher Glockenspiel, das regelmäßig in Aktion tritt. Ein bedeutendes historisches Bauwerk ist das sogenannte Weilbacher Schloss. Es befindet sich allerdings in privatem Besitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.


Für Naturfreunde ist ein Besuch in den rekultivierten Kiesgruben mit dem Naturlehrhaus der Gesellschaft zur Rekultivierung der Weilbacher Kiesgrubenlandschaft (GRKW) empfehlenswert.


Haus des Dichters
Das „Haus des Dichters“, ein auf einem Hügel einer ehemaligen Erddeponie gelegener, von einem Gingkobaumhain umgebener Unterstand, lädt zum Rasten, Verweilen und zur Beschäftigung mit Literatur und Dichtkunst ein. Einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat man auch von der am Faulbrunnenweg gelegenen Aussichtsbastion aus.


Weilbachhalle
Weilbach ist infrastrukturell gut erschlossen, vor Ort gibt es zwei Kindertagesstätten und eine Grundschule mit angegliederter Schulkinderbetreuung. Die Weilbachhalle wird als Sporthalle und für Veranstaltungen genutzt. Auch ein verkehrsgünstig gelegenes Gewerbegebiet gehört zu Weilbach.


SChwefelquelle
Bad Weilbach ist kein eigenständiger Stadtteil sondern gehört als Ortsteil zu Weilbach. Zentraler Punkt ist die Schwefelquelle, deren Wasser für die Geschichte Bad Weilbachs von entscheidender Bedeutung war. Der sogenannte „Faulborn“ wurde bereits vor mehr als 300 Jahren dauerhaft nutzbar gemacht, seine Blüte als Kurbad erlebte Bad Weilbach aber erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Heilwasser aus der Bad Weilbacher Schwefelquelle war begehrt und wurde in Flaschen abgefüllt vertrieben. Ab den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden die noch heute hervorragend erhaltenen Gebäude des Kurbetriebs, wie etwa ein Kurhaus oder ein Bade- und Inhalierhaus. Im Jahr 1860 wurde eine zweite Mineralquelle mit Natron-Lithion-haltigem Wasser erschlossen.


Der Kurbetrieb wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt, weil er unrentabel geworden war. Im Kurhaus eröffnete eine Haushaltungs-Schule.
In der weitgehend einzigartigen geschlossenen Erhaltung eines Kurbades des frühen 19. Jahrhunderts liegt heute die kulturgeschichtliche Bedeutung Bad Weilbachs. Die Kurparkanlage ist sogar nach internationaler Konvention als schutzwürdiges Kulturgut deklariert. Die zum ehemaligen Kurbetrieb gehörenden Gebäude werden heute als Wohnungen genutzt. Beeindruckend ist auch die mehr als 150 Jahre alte Platanenallee.



Wildgehege
Die Schwefelquelle und die Natron-Lithion-Quelle sind im Besitz der Stadt Flörsheim am Main und der Öffentlichkeit zugänglich. Rund um die Schwefelquelle wird jedes Jahr an Pfingsten das Bad Weilbacher Brunnenfest gefeiert. Ein Damwildgehege komplettiert die Sehenswürdigkeiten Bad Weilbachs.