Die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung hat am 22. Februar 2009 auf ihrer außerordentlichen Sitzung einstimmig beschlossen, den Kampf gegen den Flughafenausbau weiterzuführen.
Laut der verabschiedeten Resolution beauftragt das Stadtparlament den Magistrat, über seine Anwälte alle sinnvollen Rechtsbehelfe einzulegen, die sich gegen die jüngsten Beschlüsse des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) richten. Auch die Aufrechterhaltung der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss wird ausdrücklich bekräftigt.
Die Stadtverordnetenversammlung appelliert weiter an die Fraport AG, die Rodung des Kelsterbacher Waldes zu stoppen und solange auszusetzen, bis im Hauptsacheverfahren vor dem VGH über die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses entschieden wird. Sie fordert auch die Anteilseigner der Fraport AG – insbesondere die Großaktionäre wie die Bundesrepublik Deutschland, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main – auf, in diesem Sinne auf den Vorstand des Flughafenbetreibers einzuwirken.
Bürgermeister Michael Antenbrink zeigt sich froh über dieses Zeichen der Geschlossenheit. „Wir stehen in unserem gemeinsamen Kampf noch lange nicht auf verlorenem Posten, denn in der Hauptsache ist ja noch nichts entschieden. Gerade jetzt – in dieser entscheidenden letzten Phase der jahrelangen Auseinandersetzung – gilt es die Reihen geschlossen zu halten, standhaft zu bleiben und sich nicht billig den Schneid abkaufen zu lassen. Es wäre völlig falsch jetzt aufzugeben. Ich bin mir sicher, dass sich vor Gericht mehr für die vom Lärm bedrohten Bürger erstreiten lässt, als mit einer Kapitulation vor Fraport.“
