26.01.2012
Bildungsprogramm für Pädagogen und Eltern
Für Erzieherinnen, Erzieher und Eltern bietet die Stadt Flörsheim am Main im ersten Halbjahr 2012 eine Fülle an Fortbildungen und Themenabenden, die sich mit der Pädagogik und Erziehung auseinandersetzen, an.
Es werden Themen behandelt, die direkt die Kinder betreffen, zum Beispiel Entwicklung, Homöopathieanwendung für Kinder, aber auch solche, die für den Alltag einer Kindertagesstätte von Bedeutung sind, wie Elternarbeit oder Kindertagesstätte als Ausbildungsstätte.

„Mit wachsendem Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder in verschiedenen Altersstufen wächst auch die Verantwortung des Trägers, in diesem Fall der Stadt, die bestehenden Standards weiterzuentwickeln und die Perspektiven für die Kindertagesstätten zu sichern“, so Erster Stadtrat Markus Ochs. Diesem Anspruch trägt die Stadt Flörsheim am Main Rechnung mit einem kontinuierlichen Angebot an In-House-Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher aller Betreuungseinrichtungen und mit öffentlichen pädagogischen Themenabenden für Eltern und Interessierte. Die Inhalte des Pädagogikprogramms richten sich nach dem Bedarf, der in regelmäßigen Konferenzen mit den Leitungen der Einrichtungen ermittelt wird. Bestimmend für die Themenauswahl sind auch die Tendenzen in der pädagogischen Forschung, neue Richtungen und deren Ergebnisse.

Fortbildungen
Um Vorpubertät und Pubertät geht es bei der Fortbildung „Wenn die Hormone erwachen“ am Dienstag, 28. Februar. Wenn Kinder in die Vorpubertät kommen, steht die Welt auf dem Kopf. Umso wichtiger sind dann erwachsene Partner als stabiles Gegenüber und mit dem nötigen Verständnis für diese Lebensphase. Folgende Inhalte umfasst das Seminar (betrifft das Alter von 6 bis 12 Jahren): Entwicklungspsychologische Grundlagen, Lebenswirklichkeit von Jugendlichen, Pubertät und Geschlechterrollen, Bedeutung der Peer-Gruppe, Übergänge in der Biografie und ihre Merkmale, Reflexion der eigenen Pubertät-Biografie, Orientierung für Alltagshandeln gewinnen und Entwicklung von Angeboten. Die Fortbildung, unter der Leitung der Diplom-Sozialpädagogin und Transaktionsanalytikerin Karin Marona, findet in der Stadthalle, Clubraum 9, von 9 Uhr bis zirka 16.30 Uhr, statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro.
Am 13. März steht die Entwicklungspsychologie auf dem Programm. Diese Fortbildung dient einerseits der Auffrischung des bereits Erlernten, andererseits ergänzt es mit neueren Erkenntnissen. Das Wissen um die verschiedenen kindlichen Entwicklungsphasen ist von elementarer Bedeutung für die Erzieherinnen und Erzieher, die die Kinder in der Einrichtung kompetent begleiten und fördern wollen. Die kindlichen Entwicklungsphasen – frühe Kindheit, Kindergarten- und Schulphase – werden differenziert behandelt. Vermittelt werden schwerpunktmäßig Kenntnisse über die psychomotorische, die körperlich-sexuelle und die moralisch-soziale Entwicklung unter Berücksichtigung lernpsychologischer Aspekte. Die Fortbildung leitet die Diplom-Pädagogin Marion Ueberfeldt. Sie findet in der Stadthalle, Clubraum 104-105, von 9 Uhr bis zirka 16 Uhr, statt. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 40 Euro.
Kinder stehen in heutiger Zeit oftmals unter Stress und Anspannung. „Hängemattenzeit für Kids“ heißt das Seminar am Mittwoch, 23. Mai, das dieses Thema aufgreift. Je früher Kinder Methoden zur Entspannung erfahren, desto besser können sie später auf ihr inneres Potenzial zurückgreifen und sich bewusster wahrnehmen. Sie begegnen Konfliktsituationen gelassener und sind in der Lage, Stresssituationen ruhiger zu bewältigen. In der Fortbildung werden unterschiedliche Entspannungsansätze vor- und dargestellt. Aus dem Angebot können die Teilnehmer das für sie und ihre Einrichtung stimmige Konzept zusammenstellen. Ebenso wird erarbeitet, was überaktive Kinder brauchen, um sich zu entspannen. Die Fortbildung unter der Leitung von Elke Zimmermann-Bücher, Diplom-Pädagogin, findet in der Neuen Feuerwache, Im Brückenfeld 2, statt und kostet 40 Euro.
Mit Elternarbeit in der Kita beschäftigt sich die Fortbildung am Donnerstag, 26. April. Elternarbeit bedeutet unter anderem einen ständigen Austausch mit den Eltern über die Entwicklung des Kindes, mehr noch – eine gelungene Beziehung zwischen Eltern und Erziehern ist ein Qualitätsmerkmal der Erziehungspartnerschaft. Allerdings gibt es viele Faktoren, die eine Beziehung zu den Eltern störanfällig sein lassen, wie zum Beispiel unterschiedliche Weltanschauungen und Wertvorstellungen, die in eine differenzierte Sicht von Erziehung einfließen. Gelegentlich erfordern hier besondere Situationen auch besondere Gesprächsführungskompetenzen. In diesem Seminar sollen hilfreiche Strategien zur Gesprächsführung vermittelt werden. Diese orientieren sich an konkreten Anliegen der Teilnehmer. Für den Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern werden nützliche und hilfreiche Grundhaltungen für Gespräche erarbeitet. Die Teilnehmer lernen Gesprächstechniken, die der Lösung zuarbeiten, und deeskalierende Strategien kennen. Die Fortbildung „Schwierige Elterngespräche“ leiten die Diplom-Pädagoginnen Marita Hohn und Renate Helsper. Sie findet in der Neuen Feuerwache, Im Brückenfeld 2, von 9 Uhr bis zirka 16.30 Uhr, statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro.

Pädagogische Themenabende
Interessierte Eltern sind für Mittwoch, 1. Februar, zum pädagogischen Themenabend „Kinder stark machen für die erste Klasse“ eingeladen. Bilder vom ersten Schultag zeigen meist aufgeregte und enthusiastische Kinder, die es kaum erwarten können, in die Schule zu kommen. In den Gesichtern der Eltern spiegeln sich oft widersprüchliche Gefühle wider. Stolz einerseits, aber auch die Sorge darüber, wie es ihrem Kind wohl ergehen wird in dieser neuen Umgebung. Vor der Einschulung des Kindes über die eigenen Erfahrungen, Erwartungen, Wünsche und Ziele zu sprechen, ist daher für viele Eltern hilfreich. Unter Leitung der Diplom-Psychologin Regina Book wird unter anderem folgenden Fragen nachgegangen: Wie erkennt man, ob das Kind „schulreif“ ist? Wie kann man das Kind unterstützen? Wie geht man damit um, wenn das Kind Schwierigkeiten hat? Der Abend gibt Gelegenheit zum Austausch und auch Impulse, die sich in der Begleitung der Kinder als hilfreich erwiesen haben. Er beginnt um 19.30 Uhr in der städtischen Kindertagesstätte „Sonnengarten“, Im Brückenfeld 3.
Um „Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen“ geht es am Dienstag, 27. März, ab 19.30 Uhr, in der städtischen Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“, Adam-Opel-Straße 1. Für Eltern ist es eine große Freude, ihr Kind zu einem selbstbewussten und selbstständigen Menschen heranwachsen zu sehen. Aber wie kann dieser Entwicklungsprozess gesteuert und gefördert werden? Was brauchen Kinder in ihrem unmittelbaren Umfeld, in der Familie und in der Gruppe der Gleichaltrigen, in der Schule und Gesellschaft, um zu einer Persönlichkeit mit einem gesunden Ich-Bewusstsein heranzureifen? Der Themenabend unter Leitung der Entwicklungs- und Lerntherapeutin Erika Zilch vermittelt dazu wertvolle Tipps.
Der letzte pädagogische Abend vor den Sommerferien hat als Thema die Alternativmedizin in Bezug zum Kind. Für Donnerstag, 3. Mai, sind Eltern und interessiertes Publikum eingeladen, einiges über „Homöopathieanwendung für Kinder“ zu erfahren. Die Heilpraktikerin Christina Unger informiert darüber ab 19.30 Uhr in der städtischen Kindertagesstätte „Mainturm“, Dr.-Georg-von-Opel-Anlage 5. Was ist Homöopathie? Wie ist Homöopathie entstanden? Was bedeutet Potenzierung, und wie entstehen die Globuli? Was soll in einer homöopathischen Hausapotheke vorhanden sein, und was kann man mit diesen Mitteln behandeln? Diese und viele andere Fragen zum Themenkomplex „Homöopathie“ werden beantwortet. Vor allem aber geht es um homöopathische Anwendungen für Kinder. Der Eintritt zu allen Themenabenden ist frei.

Anmeldungen zu den Fortbildungen (zu den Themenabenden ist keine Anmeldung nötig) nimmt das Stadtbüro im Bahnhof, Willy-Brandt-Platz, Telefon 06145 955-110, E-Mail stadtbuero-bahnhof@floersheim-main.de, entgegen. Für nähere Informationen zum Pädagogikprogramm steht das Amt für Kultur, Jugend und Sport, Telefon 06145 955-151, E-Mail slawa.rudek@floersheim-main.de, zur Verfügung.